Der Dollar zeigt sich weiter von den schwächelnden Konjunkturdaten von vergangener Woche belastet. Zuletzt wurden am Freitag die Umsätze im US-Detailhandel publiziert. Diese waren im Juli zurückgegangen, während die Ökonomen mit einem leichten Anstieg gerechnet hatten. Die Erwartungen des Marktes, dass die US-Notenbank bei der Sitzung im September auf eine Zinserhöhung verzichten wird, haben sich in der Folge weiter verfestigt. Lediglich noch 30 Prozent der Auguren geht von einer Zinserhöhung aus.

Gegenüber dem Franken ist der Dollar mit aktuell 0,8090 gar wieder unter die Marke von 0,81 gefallen, die er in der Vorwoche überschritten hatte. Am Morgen wurde die US-Valuta noch zu 0,8115 gehandelt und vor dem Wochenende bei rund 0,8130.

Der Euro ist gleichzeitig mit 0,9384 unter 0,94 gesunken, allerdings hatte er erst am Freitag erstmals seit einem Jahr wieder über dieser Marke gelegen. Noch Anfang Juni musste man für einen Euro lediglich etwas mehr als 0,91 Franken zahlen.

Insgesamt habe der Franken an Stärke verloren, heisst es in einer Einschätzung der Zürcher Kantonalbank. Das Umfeld mit einer tieferen Wechselkursvolatilität habe zuletzt Währungen begünstigt, welche einen höheren Zinsertrag abwerfen. Die niedrigen Währungsschwankungen seien zudem Ausdruck davon, dass am Devisenmarkt trotz geopolitischer Schlagzeilen aktuell keine «Risk-off-Stimmung» herrsche und daher auch keine erhöhte Nachfrage nach Zufluchtswährungen wie dem Franken bestehe, so die Bank.

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(AWP)