Der Euro hat entsprechend zum US-Dollar deutlich nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Abend 1,1472 US-Dollar nach 1,1536 am späten Nachmittag. Damit blieb der Euro allerdings noch über den Jahrestiefstwerten vom Juni 2026. Zum Schweizer Franken zeigt sich der Euro mit 0,9463 Franken etwas fester- Am späten Nachmittag wurde der Euro noch zu 0,9444 Franken gehandelt.
Das Federal Reserve hat am Abend wegen der hartnäckig hohen Inflation erstmals seit Sommer 2023 wieder den Leitzins angehoben. Dieser steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Der Schritt war von den Marktteilnehmern so erwartet worden. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh habe mit der geldpolitischen Straffung Warsh deutlich gemacht, dass das Fed eine unabhängige Institution sei, meinte Thomas Gitzel von der VP Bank in einer ersten Reaktion. US-Präsident Donald Trump hatte immer wieder tiefere Leitzinsen gefordert.
Im Grunde sei der Notenbank keine andere Wahl geblieben, als die Geldpolitik zu straffen, sofern sie keinen massiven Schaden an ihrer Glaubwürdigkeit riskieren wollte, hiess es von Seiten der LBBW. Dass es zu einer baldigen weiteren Leitzinsanhebungen kommen werde, sei damit zwar noch nicht ausgemacht. Die fehlende Aussicht auf eine zeitnahe Wiederöffnung der Strasse von Hormus weise derzeit jedoch in Richtung einer weiteren Straffung im vierten Quartal, so die Experten der Landesbank Baden-Württemberg.
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(AWP)
