Auch zum US-Dollar hat sich der Euro bis gegen Mittag merklich erholt und kostet aktuell 1,1216 US-Dollar, nachdem er zuvor mit 1,1161 Dollar erstmals seit Mai 2025 wieder weniger als 1,12 US-Dollar gekostet hatte. Derweil zeigt sich das Dollar/Franken-Paar mit zuletzt 0,8293 kaum bewegt.

Grund für die Euro-Schwäche der vergangenen Tage sind unter anderem die stark gestiegenen Renditen auf US-Anleihen. Diese lenkten die Kapitalströme zuletzt wieder stärker in die Vereinigten Staaten. Zudem hielten die Sorgen über die Entwicklung an den Anleihemärkten in Frankreich und Italien den Euro in Schach.

Derweil sieht die Privatbank UBP den Franken einmal mehr als wichtigen Gradmesser für zunehmende politische und fiskalische Risiken innerhalb der Eurozone. Die jüngste Ausweitung des Renditeabstands zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen habe den Euro gegenüber dem Franken deutlich belastet. Bereits während der europäischen Staatsschuldenkrise von 2010 bis 2012 habe sich das Euro/Franken-Paar als wichtiger Indikator für solche Spannungen gedient. Die aktuelle Entwicklung unterstreiche erneut die Rolle des Frankens als sicheren Hafen, so die Experten in einem aktuellen Devisenkommentar.

Mit Blick auf die französischen Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr erwartet UBP, dass die politischen und wirtschaftlichen Risiken für den Euro weiter zunehmen könnten. Trotz eines Zinsvorteils zugunsten des Euro sieht die Bank daher deutlich stärkere Abwärts- als Aufwärtsrisiken für Euro/Franken. Langfristig rechnet UBP mit einem Rückgang auf mindestens 0,92; für Dezember 2026 liegt die Prognose bei 0,94, für Juni und September 2027 bei 0,92.

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(AWP)