Allerdings neigt auch der Schweizer Franken weiterhin zur Schwäche. So bleibt der Euro mit 0,9646 Franken zur Schweizer Währung weiterhin etwas fester als noch am Vorabend. Der US-Dollar notiert derweil bei 0,9211 Franken, womit die US-Währung weiterhin über der Marke von 92 Rappen bleibt.
Robuste US-Konjunkturdaten liessen den Dollar stärker werden. Im August gab es überraschend viele offene Stellen in den Vereinigten Staaten. Am Markt wurde auf die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank im Kampf gegen die hohe Inflation verwiesen. Zuletzt hatte sich das Fed-Mitglied Loretta Mester für eine weitere Erhöhung ausgesprochen.
Allerdings stellte auch EZB-Chefvolkswirt Philip Lane am Dienstag eine mögliche weitere Zinserhöhung in der Eurozone in Aussicht, was den Kurs des Euro stützte. Es sei noch Arbeit zu erledigen, um die Inflation nach unten zu drücken, sagte er. Nach wie vor sei das angestrebte Inflationsziel nicht erreicht, und die Jahresrate liege weiter deutlich über der angestrebten Marke von mittelfristig zwei Prozent in der Eurozone.
Weiter auf Talfahrt zeigte sich die türkische Lira. Nachdem bekannt geworden war, dass die Inflation in dem Land im September auf über 60 Prozent gestiegen ist, fiel der Kurs der Landeswährung im Handel mit dem US-Dollar auf ein Rekordtief. Zeitweise kostete ein Dollar 27,60 Lira und damit so viel wie noch nie. Für einen Euro wurden zuletzt 28,84 Lira gezahlt.
/la/he
(AWP)