Gegenüber dem Franken steht der Euro bei 0,9338 und damit nur unwesentlich über dem Stand vom Morgen oder vom Vorabend. Am Mittwoch hatte er allerdings noch zweitweise unter 0,93 notiert. Der US-Dollar wiederum hat zum Schweizer Franken auf 0,8346 von 0,8331 im frühen Geschäft angezogen.

Kurzfristig dürfte der Fokus auf Frankreich bleiben, heisst es in einem Kommentar der Commerzbank. Die von Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen vorgestellten ambitionierten Haushaltspläne hätten lediglich vorübergehend für Entlastung gesorgt. Dazu dürfte beigetragen haben, dass sie gleichzeitig die EZB zu Interventionen aufgefordert habe, um den Euroländern grösseren fiskalischen Spielraum zu verschaffen. Diese erinnerten an das Motto: «Wasch mich, aber mach mich nicht nass.»

Gleichzeitig habe Frankreichs Notenbankchef die Notwendigkeit eines Eingreifens der EZB heruntergespielt und sich gegen politischen Druck auf die Zentralbank ausgesprochen. Vor diesem Hintergrund überrasche die anhaltende Nervosität an den Märkten nicht. Da eine nachhaltige Lösung der Schuldenproblematik in Frankreich nicht in Sicht sei, blieben die Risiken für EUR/USD kurzfristig nach unten gerichtet.

awp-robot/cf/jb

(AWP)