Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, sieht nach der Zinserhöhung im September keine Dringlichkeit für einen weiteren Zinsschritt. Die Notenbank habe Zeit, weitere Informationen zu sammeln, sagte er. Eine weitere Zinserhöhung könne allerdings gegen Jahresende angemessen sein. Zuvor hatten die Märkte mit einer Wahrscheinlichkeit von gut 70 Prozent auf eine weitere Zinserhöhung bereits Ende Oktober gesetzt. Nach den Aussagen von Williams sank diese Wahrscheinlichkeit auf nur noch etwas mehr als 50 Prozent.

Der Dollar fiel nach den Aussagen zum Franken deutlich zurück und kostete gegen 21 Uhr 0,8335 Franken. Zuvor hatte er zeitweise Kurse von knapp 0,8360 erreicht. Gegenüber dem Stand von Montagabend mit 0,8319 Franken konnte er dennoch zulegen. Der Euro notiert derweil bei 1,1342 Dollar nach 1,1369 am Vorabend. Das Euro/Franken-Paar steht nahezu unverändert bei 0,9454.

Über weite Strecken des Tages hatte der Dollar von hohen US-Anleiherenditen und den Erwartungen weiterer Zinserhöhungen profitiert. Die hohen Ölpreise haben zuletzt die Inflationssorgen verstärkt.

Für die weitere Zinspolitik dürften nun die anstehenden US-Konjunkturdaten wichtige Hinweise liefern. Bereits am Dienstag ging die Zahl der offenen Stellen im August stärker als erwartet zurück. Zudem fiel das US-Konsumentenvertrauen im September auf den tiefsten Stand seit mehr als zwölf Jahren. Am Mittwoch folgt mit dem PCE-Preisindex das von der Fed besonders beachtete Inflationsmass.

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(AWP)