So tritt das Euro/Franken-Paar bei Kursen von 0,9386 mehr oder weniger auf der Stelle, verglichen mit den Notierungen vom späten Nachmittag. In den Tag gestartet war das Paar bei über 0,94. Derweil gab der Dollar am Abend leicht auf 0,8068 Franken nach. Am Morgen hatte der «Greenback» über 81 Rappen gekostet. Der Euro rückte zum Dollar am Abend leicht auf 1,1634 vor.
Im August ist die Schweizer Teuerung überraschend deutlich gestiegen und hat den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank sieht zusammen mit dem hohen BIP-Wachstum im zweiten Quartal die SNB durchaus im Zugzwang: «Zu diesem Datenkranz mag ein leicht negativer Saron nicht mehr passen. Die SNB hat Anpassungsbedarf.» Eine Zinserhöhung im Dezember sei nicht mehr auszuschliessen.
Etwas weniger dramatisch beurteilte Arthur Jurus, CIO von ODDO BHF, die Lage. Denn der Inflationsanstieg sei fast ausschliesslich auf Energie zurückzuführen, nicht auf eine breit angelegte Teuerung. Die SNB dürfte daher ihre Septembersitzung ohne Druck zu einer Straffung angehen. Die plötzliche Stärke der importierten Teuerung sowie der Anstieg der Heizölpreise müssten genau im Auge behalten werden.
Der Euro seinerseit profitierte von einer Dollar-Schwäche, denn die Aussicht auf Leitzinsanhebungen in den USA wurde durch Aussagen aus der US-Notenbank Fed gedämpft. Fed-Direktor Christopher Waller zeigte sich optimistisch, dass der Preisdruck Anzeichen einer Entspannung zeigt.
Besonders deutlich profitierte der japanische Yen, der den Höhenflug vom Vortag fortsetzte. Dies sorge weiter für Spekulation auf eine erneute Intervention am Devisenmarkt. Zudem wird erwartet, dass die japanische Notenbank am 18. September den Leitzins anheben wird.
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(AWP)
