Derweil blieb das Dollar/Franken-Paar in einer engen Spanne mit Kursen von zuletzt 0,8241. Der Euro hat zum US-Dollar am frühen Abend leicht an Terrain eingebüsst und wird derzeit zu 1,1234 nach 1,1244 am späten Nachmittag gehandelt.

Der Euro litt zuletzt etwas unter wieder neu aufgekommenen Inflationssorgen, nachdem der Ölpreis ruckartig angestiegen war. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember war erstmals seit Mai wieder über die Marke von 110 US-Dollar geklettert. Denn eine Gruppe von US-Abgeordneten hatte einen Gesetzentwurf eingebracht, um das Vorhaben von Präsident Donald Trump zu verhindern, mehr russischen Diesel auf die Weltmärkte zu bringen.

Viele Abgeordnete des US-Kongresses lehnen jegliche Massnahmen ab, die es Russland erleichtern würden, Einnahmen etwa aus Diesel- oder Rohölverkäufen zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine zu erzielen. Wenn nun weniger russischer Diesel auf den Markt gelangt, könnte dies zu einer stärkeren Nachfrage nach Rohöl führen, da Raffinerien in anderen Ländern ihre Produktion hochfahren, um mit der weltweiten Nachfrage Schritt zu halten.

Eine höhere Ölnachfrage wiederum treibt den Ölpreis und weckt damit die Sorge, dass das allgemeine Preisniveau anzieht. Denn ein höherer Preis für Rohöl als das Schmiermittel der Weltwirtschaft kann mit etwas Zeitverzug auf die Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen durchschlagen.

Das wiederum kann die Zentralbanken auf den Plan rufen, die mit höheren Leitzinsen gegensteuern müssen. Der jüngste Anstieg der Renditen am US-Anleihenmarkt spiegelt diese Befürchtungen bereits wider; entsprechend geriet der Euro gegenüber dem US-Dollar unter Druck.

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(AWP)