Das Dollar/Franken-Paar bewegte sich am Abend in einer engen Spanne mit Kursen von zuletzt 0,8186. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9448 ebenfalls mehr oder weniger auf der Stelle. Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich gegenüber dem US-Dollar in dieser Zeit kaum bewegt, wie das Kursniveau von 1,1542 zeigt.

Für den US-Zinsentscheid ist am Markt eine Leitzins-Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte inzwischen zu mehr als 90 Prozent eingepreist, wie es bei Investoren heisst. Die zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreise dürften eine Anhebung noch wahrscheinlicher gemacht haben, da so die Inflationserwartungen immer weiter steigen.

Die Debatte habe sich von der Frage, ob die Fed die Zinsen anheben werde, «hin zu der Frage verlagert, in welchem Umfang eine (geldpolitische) Straffung in diesem Zyklus erforderlich sein wird, um die Preisstabilität wiederherzustellen», sagte Seema Shah von Principal Asset Management. Ein nur einmaliger Zinserhöhungsschritt sei unwahrscheinlich.

Derweil betonte Brock Weimer vom Finanzdienstleister Edward Jones, dass sich die Inflation gegenüber ihrem Höchststand von 2022 deutlich abgeschwächt habe. «Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass eine erneute Straffung durch die Fed in Umfang und Dauer begrenzt sein wird», fügte er hinzu.

Dass sich die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen im September nur geringfügig verbessert haben, bewegte den Devisenmarkt kaum. Volkswirte hatten im Schnitt einen deutlicheren Anstieg erwartet. «Allerdings dürften sich die jüngsten Anstiege der Öl- und Gaspreise noch nicht vollständig in den Umfrageergebnissen widerspiegeln», schrieb Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg. «Nachdem sich die deutsche Konjunktur in der ersten Jahreshälfte überraschend robust zeigte, könnten diese Gegenwinde die Erholung im dritten Quartal zunächst ausbremsen.»

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(AWP)