Am Dienstagmorgen kostet ein Euro 0,9327 Franken, nachdem er am Vorabend zu 0,9317 Franken gehandelt wurde. Gegenüber dem Montagmorgen hat der Euro knapp einen halben Rappen hinzugewonnen. Das Dollar/Franken-Paar ist mit aktuell 0,8316 nur wenig bewegt und auch das Euro/Dollar-Paar tritt bei 1,1216 auf der Stelle. Euro/Dollar waren zum Wochenstart erstmals seit Mai unter die Marke von 1,12 gefallen.
Wie die Valiant-Bank in einem aktuellen Devisenkommentar schreibt, bleibt das Problem der sich verschlechternden Staatsfinanzen in einigen Euroländern und in den USA bestehen. Durch die hohen und möglicherweise weiter steigenden Zinsen werde die Finanzierung der Staatsschulden immer teurer. «Hinzu kommt, dass die grossen US-Technologiekonzerne aufgrund ihrer hohen KI-Investitionen einen enormen Kapitalbedarf haben. Diesen decken sie unter anderem durch die Aufnahme von Fremdkapital in verschiedenen Währungen und treten damit als zusätzliche Konkurrenten der Staaten am Kapitalmarkt auf. Somit dürften die Renditen eher steigen als sinken», schreiben die Experten.
Allerdings verfüge zumindest die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem «Transmission Protection Instrument» über ein Notfallprogramm, mit dem sie bei einem «ungeordneten» Renditeanstieg als Käuferin von Staatsanleihen für Beruhigung sorgen könne. Allein das Wissen um dieses Instrument sorge jedoch bereits für eine gewisse Stabilität.
Mit Blick auf die Währungen halten die Valiant-Experten fest, dass Euro und Dollar sich beide trotz des Rückschlags noch immer in ihren jeweiligen mittelfristigen Aufwärtstrends befinden. Dies spreche vorerst für eine Beruhigung und Gegenbewegungen, welche die letzten Höchststände jedoch nicht mehr erreichen dürften. Auf Sicht von mehreren Wochen erscheint eine weitere Aufwertung des Frankens wahrscheinlich.
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(AWP)
