Die Marktreaktion auf die Inflationsdaten vom Mittwoch seien verhalten ausgefallen, heisst es in einer Einschätzung der Dekabank. Die Spekulation auf eine Zinsanhebung der US-Notenbank Fed im September habe sich weiter abgeschwächt. «Ein September-Zinsschritt erscheint unwahrscheinlicher», schreiben die Experten.
Laut dem CME FedWatch-Tool erwarten mittlerweile sogar zwei Drittel der Marktteilnehmer, dass das Fed die Zinsen auf dem aktuellen Niveau beibehalten wird. Noch vor einer Woche hatte mehr als die Hälfte der Beobachter einen Zinsschritt nach oben erwartet
Das Dollar/Franken-Paar notiert gegen Mittag nun bei 0,8122 und damit geringfügig tiefer als am Morgen. Das Euro/Dollar-Paar ist derweil kaum bewegt und wird aktuell zu 1,1530 gehandelt. Und auch beim Euro/Franken-Paar hat sich im bisherigen Handelsverlauf wenig getan - es geht zu 0,9365 um.
Etwas mehr Bewegung gibt es im japanische Yen, der am Morgen zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen kann. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass Japans Regierung unter Premierministerin Sanae Takaichi eine baldige Zinserhöhung durch die Bank of Japan befürwortet. Der Zinsschritt dürfte im September oder Oktober erfolgen.
Zuletzt hatte Japan wegen der Sorge, dass der schwache Yen die Inflation in die Höhe treiben könnte, gemeinsam mit den USA am Devisenmarkt interveniert, um die heimische Währung zu stärken. Die Massnahme zeigte aber begrenzte Wirkung und konnte dem Yen nur zeitweise Auftrieb verleihen.
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(AWP)
