Bis um 10.15 Uhr gewinnen DocMorris 5,7 Prozent auf 70,80 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,1 Prozent im Minus steht. Zeitweise notierten sie zweistellig im Plus. Damit knüpfen sie an die bereits starke Performance im laufenden Jahr an. Bis dato legten die Titel um 162 Prozent zu. Im Vorjahr hatten sie allerdings auch fast 90 Prozent an Wert eingebüsst.

Letzte Woche erreichten den Online-Apotheker gute Nachrichten aus Deutschland. Die deutsche Regierung stimmte den bereits seit dem Sommer bekannten Gesetzesplänen der Ampel-Koalition zum elektronischen Arztrezept zu. Damit soll das für DocMorris alles entscheidende E-Rezept in Deutschland nach diversen Verzögerungen nun im kommenden Jahr massentauglich werden.

Die Deutsche Bank überzeugt dabei im Hinblick auf Online-Apotheker wie DocMorris einen Umstand ganz besonders. Die elektronische Gesundheitskarte in Deutschland soll künftig nämlich NFC-fähig werden. Dabei handle sich um das letzte fehlende Glied, das Online-Apothekern ermögliche, so richtig von der verpflichtenden Einführung des E-Rezepts zu profitieren, so der zuständige Experte der Deutschen Bank.

Angesichts operativer Verbesserung bei DocMorris sowie der verbesserten Visibilität beim E-Rezept erachtet er den Investment-Case nun als sehr attraktiv. Er geht bis 2027 von steigenden Margen und einen jährlichen Umsatzwachstum von 21 Prozent aus.

Noch immer gibt es am Markt aber auch kritische Stimmen. So hegen einige Analysten Zweifel, wie sehr DocMorris von der Digitalisierung des Gesundheitssystems in Deutschland tatsächlich profitieren wird. Laut AWP-Analyser empfehlen allerdings nun 8 Analysten die Titel zum Kauf, und nur einer rät zum Verkauf, während vier für ein Halten der Aktie plädieren.

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(AWP)