Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten stieg im dritten Quartal um 5,8 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Organisch betrug das Wachstum 5 Prozent, nach 6 Prozent im zweiten und 4 Prozent im ersten Quartal. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von höheren Absatzmengen.

Der bereinigte Betriebsgewinn EBITDA stieg um 5,2 Prozent auf 482 Millionen Euro. Die entsprechende Marge erreichte im dritten Quartal 20,4 Prozent, nach 19,3 Prozent im ersten Halbjahr. Damit lag sie allerdings knapp unter den 20,5 Prozent des Vorjahresquartals. Wechselkurse hätten die Marge im Vorjahresvergleich mit 0,8 Prozentpunkten belastet, heisst es.

Mit den Zahlen hat DSM-Firmenich die Erwartungen der Analysten weitgehend erfüllt.

Duftstoffgeschäft wächst am stärksten

Den kräftigsten Zuwachs erzielte erneut die Sparte Perfumery & Beauty. Ihre Umsätze stiegen organisch um 8 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Während das Geschäft mit Luxusparfüms im hohen einstelligen Prozentbereich wuchs, legten Duftstoffe für Konsumgüter zweistellig zu.

Taste, Texture & Health steigerte den Umsatz organisch um 3 Prozent auf 813 Millionen Euro. Europa, Asien und Lateinamerika entwickelten sich gut, insbesondere bei Milchprodukten und Getränken. In Nordamerika blieb das Geschäft dagegen verhalten.

Die Sparte Health, Nutrition & Care wuchs organisch um 5 Prozent. Treiber war vor allem die Nachfrage nach Inhaltsstoffen für Säuglingsnahrung. Das vorsichtige Konsumverhalten in Nordamerika belastete dagegen weiterhin das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Die zum Verkauf an CVC vorgesehenen Aktivitäten im Bereich Tierernährung und -gesundheit werden weiterhin als aufgegebenes Geschäft geführt. Dessen Umsatz sank im dritten Quartal organisch um 9 Prozent auf 756 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA ging auf 55 Millionen Euro von 82 Millionen zurück.

Wachstumsziel erhöht

Angesichts der bisherigen Geschäftsentwicklung erhöht der Konzern seine Umsatzprognose. So erwartet DSM-Firmenich neu für 2026 ein organisches Umsatzwachstum von rund 5 Prozent statt der bislang angepeilten 2 bis 4 Prozent. Im ersten Halbjahr hatte der Konzern bereits das obere Ende der bisherigen Spanne ins Auge gefasst.

Die übrigen Ziele bleiben unverändert: Die bereinigte EBITDA-Marge soll rund 20 Prozent erreichen. Beim bereinigten operativen freien Brutto-Cashflow strebt DSM-Firmenich weiterhin einen Anteil von 11 bis 12 Prozent am Umsatz an.

Auch für das vierte Quartal seien die Geschäftsbedingungen günstig, wird Konzernchef Dimitri de Vreeze in der Meldung zitiert. Das Spar- und Restrukturierungsprogramm verlaufe nach Plan. Kostensteigerungen begegne das Unternehmen zudem mit weiteren Preisanpassungen.

an/hr

(AWP)