Die Bank teilte mit, dass es eine Aktion in Essen gegeben habe und dabei auch Vorstandsbüros durchsucht worden seien. Die Ermittlungen richteten sich gegen Vorstandsmitglieder sowie gegen aktuelle und ehemalige Mitarbeitende. Es gehe um Wertpapierleihgeschäfte im Zeitraum von 2006 bis 2015 und den Anfangsverdacht einer schweren Steuerhinterziehung.

Die Staatsanwaltschaft in Bochum schilderte: «Die hiesige Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität führt gemeinsam mit dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche und Mitarbeiter der National-Bank AG mit Sitz in Essen wegen des Verdachts der Körperschaft-Steuerhinterziehung 2008 bis 2015.»

Mehr als 70 Steuerfahnder und Staatsanwälte seien an der Aktion beteiligt gewesen. Weitere Angaben könne man nicht machen.

Das Geldhaus in Essen betonte: «Die Bank ist von der Rechtmässigkeit ihres Handelns überzeugt und geht davon aus, dass sich der Anfangsverdacht nicht erhärten wird.» Man unterstütze die Strafverfolgungsbehörden und kooperiere vollumfänglich./wa/DP/mis

(AWP)