Grund für die Entwicklung dürfte die E-Auto-Prämie des Bundes sein. Im ersten Halbjahr wurden fast 50 Prozent mehr BEVs zugelassen als im Vergleichszeitraum 2025. Allerdings war der BEV-Absatz 2025 auch deutlich eingebrochen, die Wachstumsraten beziehen sich also auf ein besonders niedriges Niveau.

Experte: E-Auto-Boom mit Steuergeld teuer erkauft

Constantin Gall von der Beratungsgesellschaft EY geht davon aus, dass der Nachfrageschub nur so lange anhalten wird, wie eine Förderung auf Elektroautos gewährt werde. «Danach werden wir erneut einen massiven Rückgang der Zulassungszahlen sehen - so wie es in der Vergangenheit bei E-Auto-Förderungen auch schon war», sagte der EY-Experte laut einer Mitteilung. Der Boom sei mit Steuergeld teuer erkauft.

Insgesamt kamen im August rund 212.500 Autos neu auf Deutschlands Strassen - und damit 2,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 40,5 Prozent davon entfielen auf private Neuzulassungen, 59,4 Prozent auf gewerbliche Halter.

Absatz chinesischer Autos stark gestiegen

EY-Experte Gall zufolge konnten vom Aufwärtstrend beim Neuwagenabsatz in den vergangenen Monaten ausländische Autokonzerne überproportional stark profitieren - die deutschen Konzerne verloren demnach Monat für Monat Marktanteile. «Im August schrumpfte der Marktanteil der deutschen Konzerne auf dem deutschen Neuwagenmarkt um 4,6 Prozentpunkte, nachdem er im Juli um 0,9 Prozentpunkte gesunken war», teilte EY mit.

Deutliche Marktanteilsgewinne verzeichneten vor allem die chinesischen Konzerne: Ihr Absatz stieg im August um 90 Prozent, der Marktanteil stieg von 4,4 auf 8,0 Prozent - EY zufolge ein Rekord./nif/DP/stk

(AWP)