Die Schweiz und Vietnam pflegten seit 55 Jahren diplomatische Beziehungen, die 2026 mit einer umfassenden Partnerschaft auf eine neue Grundlage gestellt worden seien, teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Samstag mit. Seit 2008 ist Vietnam ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der Schweiz. Parmelin wird bei seinem Besuch in Vietnam von einer Schweizer Wirtschaftsdelegation begleitet.

Die Gespräche mit dem vietnamesischen Präsidenten und dem Premierminister seien insbesondere den bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Vietnam gewidmet gewesen, schreibt das WBF weiter. In mehreren Politikfeldern wurden Vereinbarungen getroffen, darunter zur Lancierung zweier Projekte der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit. Zudem wurden Absichtserklärungen zur vertieften Zusammenarbeit bei Arbeits- und Beschäftigungsfragen sowie der Innovation unterzeichnet.

Beide Seiten hätten die Chancen des Freihandelsabkommens betont, so das WBF. Die Unterzeichnung bekräftige das gemeinsame Bekenntnis zu einem offenen und regelbasierten Handel. Gleichzeitig wurde das gegenseitige Interesse betont, auch die Verhandlungen zu einem modernisierten Investitionsschutzabkommen abzuschliessen, um die Rechtssicherheit für beidseitige Investitionen zu stärken.

Zur Europäischen Freihandelsassoziation Efta gehören die Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island. Die Efta und die Regierung von Vietnam gaben den Abschluss der Verhandlungen fürs Abkommen im vergangenen Juli bekannt.

Damals hiess es, das Abkommen mit Vietnam umfasse Bereiche wie den Handel mit Waren und Dienstleistungen, geistiges Eigentum, das öffentliche Beschaffungswesen sowie Handel und nachhaltige Entwicklung.

Das Handelsvolumen zwischen den Efta-Staaten und Vietnam belief sich im Jahr 2025 auf 4,8 Milliarden Euro. Vietnam verzeichnete dabei einen Handelsüberschuss von 2,5 Milliarden Euro.

(AWP)