Seit 2020 registrierte die AXA eine kontinuierliche Zunahme der Einbrüche pro versicherten Haushalt, wie die Versicherung am Donnerstag mitteilte. 2025 verzeichnete das Unternehmen vier Prozent mehr Einbruchdiebstähle als im Vorjahr und 15 Prozent mehr als noch 2022.

Die Umstellung auf die Winterzeit und die damit einhergehende frühere Dunkelheit begünstigten Einbrüche. Von Oktober bis März registrierte die AXA etwa im vergangenen Jahr 45 Prozent mehr Delikte als im Sommerhalbjahr. Der Dezember erwies sich dabei als der Monat mit den meisten Einbrüchen, gefolgt vom November.

An Heiligabend und Silvester stellte die Versicherung jeweils mehr als doppelt so viele Einbrüche fest wie an gewöhnlichen Tagen. Am seltensten ereigneten sich Einbrüche zwischen April und Juni.

Das Einbruchrisiko variierte auch stark je nach Wohnort: Zwischen 2019 und 2025 war die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, im Kanton Genf über doppelt so hoch wie im Schweizer Durchschnitt. Pro Jahr und pro 1000 Haushalte kam es in diesem Zeitraum in Genf zu 8,4 Einbrüchen. Auch die Kantone Waadt, Basel-Stadt, Basel-Landschaft sowie der Jura, Solothurn und Neuenburg waren überdurchschnittlich oft betroffen.

In der Inner- und Südostschweiz war das Risiko hingegen deutlich geringer. In Uri und Graubünden registrierte die AXA seit 2019 pro Jahr und pro 1000 Haushalte jeweils nur einen Einbruch, in Glarus waren es 1,2 Einbrüche. Der Schweizer Durchschnitt lag bei 3,3 Einbrüchen.

Schadenkosten auf Rekordniveau

Auch die durchschnittlichen Schadenkosten stiegen an. Im vergangenen Jahr bezahlte die AXA über 22 Millionen Franken für Einbruchdiebstähle, was einer Steigerung von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr und 60 Prozent gegenüber drei Jahren zuvor entsprach. Der durchschnittliche Schaden pro Einzelfall erreichte 2025 mit über 7000 Franken einen Rekordwert und war damit 30 Prozent teurer als drei Jahre zuvor.

Diese Entwicklung führt die AXA auf mehrere Faktoren zurück. So besässen viele Personen immer teurere Wertgegenstände wie Smartphones, Laptops oder E-Bikes. Zudem seien dieselben Güter aufgrund höherer Preise teurer als früher. Ein weiterer Grund sei die deutliche Zunahme von Grossschäden, also Fällen mit Kosten von über 30'000 Franken. Seit 2023 verzeichnete die AXA rund doppelt so viele solcher Fälle pro Jahr wie in den Jahren davor. Experten bei der AXA vermuten, dass solch komplexe Delikte auf organisierte Strukturen hindeuteten und die professionell durchgeführten Einbrüche sowie die organisierte Kriminalität deutlich zugenommen hätten.

(AWP)