Die Rakete soll von einem Spezialschiff mit einer Startrampe ins All «geschossen» werden - das ist dann der deutsche Weltraumbahnhof. Heimathafen des Schiffs soll nach BDI-Angaben Bremerhaven sein. Der Startpunkt für die Rakete befinde sich im sogenannten Entenschnabel der Ausschliesslichen Deutschen Wirtschaftszone, etwa 350 Kilometer vor der Küste. Als Entenschnabel wird der entlegenste Winkel dieser Zone bezeichnet, in der Deutschland noch bestimmte Hoheitsrechte hat. Zum Betreiberkonsortium der «Spaceport Alliance» gehört das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB.
Russwurm forderte zugleich von der Bundesregierung grössere Ambitionen in der Raumfahrtpolitik. Hintergrund ist «New Space», eine zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt. Es gebe grosse Potenziale, wie auch eine neue Studie der Strategieberatung Roland Berger und des BDI ergeben habe. Russwurm: «In immer mehr Branchen gilt: Wer im All nicht vorne mit dabei ist, wird auf der Erde kein Technologieführer sein.»/hoe/DP/ngu
(AWP)