Bei Personen mit einem Masterabschluss einer universitären Hochschule stieg die Erwerbslosenquote nach den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ein Jahr nach Abschluss von 3,9 auf 6,4 Prozent. Bei jenen mit einem Bachelor einer Fachhochschule erhöhte sie sich von 3,4 auf 4,9 Prozent, wie es in der Mitteilung des Bundesamtes für Statistik (BFS) heisst.
Stabil tief blieb mit 0,7 Prozent die Quote bei den Absolventinnen und Absolventen von pädagogischen Hochschulen. Auf der anderen Seite war die Erwerbslosenquote im Bereich Fachhochschulbachelor Musik, Theater und andere Künste mit 10,8 Prozent nach wie vor am höchsten, gefolgt von den Bereichen Design (10 Prozent) und angewandte Linguistik (9,4 Prozent).
Die Zunahme erfasste gemäss Statistik auch bisher kaum betroffene Bereiche. So hat sich die Quote bei den Uni-Masterabsolvierenden der Wirtschafts- und der Technischen Wissenschaften von 2,1 auf 4,8 Prozent beziehungsweise von 3,5 auf 8,5 Prozent mehr als verdoppelt. Deutliche Zunahmen registrierte das BFS auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie in den Exakten und Naturwissenschaften.
Mühe bei der Stellensuche
Entsprechend hatten mehr Absolventinnen und Absolventen Mühe, eine ihren Vorstellungen entsprechende Stelle zu finden. Bei den Uni-Masterabsolvierenden nahm dies gemäss Angaben der Betroffenen zwischen 2022 und 2024 von 30 auf 44,1 Prozent zu. Bei den Bachelorabsolvierenden an Fachhochschulen stieg dieser Wert von 24,2 auf 36,9 Prozent.
Auch hier waren die Werte in den Uni-Fachbereichen Technische Wissenschaften und Wirtschaftswissenschaften und in den Fachhochschul-Bereichen Technik und IT am höchsten. Der Anteil der Absolvierenden von pädagogischen Hochschulen findet sich auch hier am unteren Ende.
Als Hauptgrund haben die Absolventinnen und Absolventen gemäss BFS fehlende Berufserfahrung genannt. Das betraf zwei Drittel der Masterabsolvierenden an Universitäten und knapp drei Viertel der Bachelorabsolvierenden an Fachhochschulen. Im Vergleich zum Abschlussjahrgang 2022 wurde zudem die wirtschaftliche Lage deutlich häufiger als Hürde bei der Stellensuche genannt.
(AWP)
