Das Verbot soll der Mitteilung des Aussenministeriums zufolge sicherstellen, dass Estland nicht zu einer neuen Transitroute für russisches Getreide wird. So gebe es zwar bislang kaum Transit durch den Ostseestaat, aber Russland suche nach neuen Exportwegen und habe Interesse an der Nutzung estnischer Häfen. «Wir werden Russland nicht dabei helfen, die Folgen des Krieges abzumildern, den es selbst begonnen hat», sagte Tsahkna.

Kooperation mit Lettland und Litauen

Nach Angaben von Tsahkna arbeitet Estland mit Lettland und Litauen zusammen, um sicherzustellen, dass russisches Getreide nicht durch baltische Häfen transportiert wird. «Die baltischen Staaten können nicht zulassen, dass ihre Häfen zur Unterstützung der russischen Kriegswirtschaft missbraucht werden», betonte Tsahkna.

Medienberichten zufolge hat in den vergangenen Monaten besonders der russische Getreidetransit durch Lettland stark zugenommen. Die Regierung in Riga plant, dies durch verschiedene Massnahmen wie etwa höhere Tarife zu unterbinden, die aber noch nicht in Kraft getreten sind. Zudem beschloss sie - wie auch Litauen - strengere Kontrollen für Getreidelieferungen./awe/DP/nas

(AWP)