Estland hatte Russland zuvor aufgrund von Ermittlungsergebnissen für einen Brandanschlag auf den Rüstungshersteller Milrem Robotics verantwortlich gemacht. Das Unternehmen entwickelt unbemannte Militärsysteme, die seit 2022 auch in der Ukraine eingesetzt werden. Russland wies die Vorwürfe aus Tallinn zurück.
«Beträchtliche» Anzahl von Sabotage- und Anschlagsversuchen
«Wir empfehlen allen Unternehmen der Verteidigungsindustrie, insbesondere jenen, die die Ukraine beliefern, dringend, ihre Cyberabwehrmassnahmen zu verstärken», sagte Palloson. Ihm zufolge gibt es in Estland gegenwärtig Firmen aus dem Rüstungssektor, die konkrete Angriffsziele sind. Der Baltenstaat ist ein enger Partner und Unterstützer der Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt.
Palloson zufolge hat die Sicherheitspolizei bereits in den vergangenen Jahren eine «beträchtliche» Anzahl von Sabotage- und Anschlagsversuchen Russlands in Estland verhindert. Auf die Frage, ob die Angriffe zugenommen hätten, antwortete er, dass in den vergangenen drei Jahren das Niveau durchgehend hoch gewesen sei. Möglicherweise habe sich die Bedrohungslage für Angriffe aber verändert, weil immer häufiger Vorfälle mit Sprengstoff zu beobachten seien, sagte der Geheimdienst-Chef auch unter Verweis auf den Fund einer mit Sprengstoff präparierte Drohne auf dem Flughafen in Leipzig/Halle./awe/DP/stk
(AWP)
