Damit dürften sich die chinesischen Exporte in die EU mehr als halbieren. Für das laufende Jahr wird noch mit rund 800'000 Fahrzeugen gerechnet. China deutete seinerseits an, dass es im Rahmen der Vereinbarung jährlich mindestens 302'000 Hybridfahrzeuge in die EU exportieren könne.

Die Einigung war nach zweitägigen intensiven Verhandlungen in Peking erzielt worden. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hatte bereits am Freitag angekündigt, dass China einer Begrenzung der Ausfuhren von Hybridautos und Plug-in-Hybriden zugestimmt habe. Damit könnte die Einfuhr von mehreren Millionen Fahrzeugen innerhalb von vier Jahren verhindert werden.

Der Handel mit Hybridautos gehört zu den besonders umstrittenen Themen zwischen der EU und China. Chinesische Hersteller drängen mit vergleichsweise günstigen Fahrzeugen zunehmend auf den europäischen Markt und setzen die heimische Autoindustrie unter Druck.

Europäische Unternehmen und Politiker werfen China seit Jahren unfaire Handelspraktiken vor. Dazu zählen staatliche Subventionen, Währungsmanipulationen und Beschränkungen beim Zugang zum chinesischen Markt. Peking weist die Vorwürfe zurück und verweist auf die Wettbewerbsfähigkeit seiner Industrie.

China hatte die erzielten Handelskompromisse am Samstag begrüsst. Sie hätten eine weitere Eskalation verhindert und ermöglichten einen «Neuanfang», erklärte Peking.

(AWP)