Vor einem EU-Beitritt soll in langjährigen Verhandlungsprozessen sichergestellt werden, dass ein Kandidatenland alle Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft erfüllt. Am weitesten im EU-Aufnahmeprozess ist der Kommission zufolge Montenegro. Es wird damit gerechnet, dass es im kommenden Jahr die Voraussetzungen für den Beitritt erfüllen könnte.

Wachsen der Staatengemeinschaft soll für Stabilität sorgen

Die Kommission sieht in einem Wachsen der Staatengemeinschaft auch eine geopolitische Investition in Frieden, Sicherheit und langfristige Stabilität auf dem gesamten Kontinent. Die Aufnahme weiterer Staaten soll etwa auch den Einfluss der EU stärken und verhindern, dass Länder aus Enttäuschung über eine fehlende Beitrittsperspektive engere Partnerschaften mit Russland oder China eingehen.

Gerade der Westbalkan gilt als strategisch besonders wichtige Region, unter anderem wegen seiner Bedeutung für die europäische Sicherheit, Energieversorgung und Migrationspolitik. Mit einer Aufnahme der Ukraine und Moldaus würde die EU zudem ihren Einflussraum weit nach Osten ausdehnen.

Auch Serbien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, das Kosovo, die Türkei und Georgien sind EU-Beitrittsanwärter./rdz/DP/zb

(AWP)