Nach übereinstimmenden Medienberichten griff das US-Militär Ziele auf der iranischen Insel Gheschm in der Strasse von Hormus an. Demnach wurde eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei.
Nur Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, dass viele davon ausgehen, der Krieg mit dem Iran gehe zu Ende. Der Iran wolle unbedingt eine Vereinbarung, behauptete Trump. Allerdings hatten Medien in den Tagen zuvor über Pläne der Regierung in Washington berichtet, nach den Zwischenwahlen in den USA gemeinsam mit Israel erneut Angriffe gegen den Iran zu fliegen.
Mit dem aktuellen Anstieg hat der Preis für Erdgas den deutlichen Rückgang vom Wochenauftakt vorerst gestoppt. Am Montag war der Preis für den Terminkontrakt TTF wegen positiver Signale aus dem Iran zeitweise bis auf 92,60 Euro je MWh gefallen, nachdem er zuvor noch über 104 Euro gelegen hatte.
Der Gaspreis hat sich im laufenden Jahr stark verteuert. Anfang Oktober hatte der Preis noch bei 70 Dollar gelegen. Seit Beginn des Jahres hat sich der Preis für den Rohstoff mehr als verdreifacht.
Ein weiterer Preistreiber ist das verstärkte Auffüllen der deutschen Gasspeicher vor dem Winter. Deutschland ist als grösste europäische Volkswirtschaft seit Wochen bemüht, die Gasreserven zu erhöhen. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nach Angaben der Gas Infrastructure Europe (GIE), des europäischen Dachverbands der Gas- und Wasserstoff-Netzbetreiber, zu 61 Prozent gefüllt. Vor einem Jahr hatte der Speicherstand bei etwa 75 Prozent gelegen./jkr/mis
(AWP)
