Zeitweise ging es mit dem Preis bis auf 65,66 Euro. Er bewegte sich damit weiter in Richtung des höchsten Standes seit Mitte März, als der Iran-Krieg die Notierung zeitweise bis auf etwa 70 Euro getrieben hatte. Vor dem Krieg hatte der Preis nur bei etwa 30 Euro gelegen.

An den Märkten für Energierohstoffe bleibt die Entwicklung im Iran-Krieg das bestimmende Thema. US-Präsident Donald Trump hatte vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran dem Iran mit einem «Wirtschaftskrieg» gedroht. Zudem machte Trump deutlich, dass Länder mit wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen müssen, wenn sie den Iran unterstützen. Daraufhin hat Peking die USA vor weiteren Sanktionen gewarnt. China zählt zu den Ländern, die von Trumps Drohung besonders betroffen wären.

Seit zwei Wochen geht es mit dem Gaspreis tendenziell nach oben. In dieser Zeit ist der Rohstoff um etwa 25 Prozent teurer geworden. Am Markt zeigt sich zunehmend die Sorge, dass eine Normalisierung der Lieferungen von Energierohstoffen aus den Fördergebieten am Persischen Golf vorerst nicht möglich ist.

Angesichts der geringen Füllstände der Gasspeicher hat die Verbraucherzentrale Bundesverbandes zuletzt vor steigenden Preisen für Gaskunden gewarnt. Die deutschen ebenso wie die europäischen Füllstände liegen aktuell deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Für Händler, die normalerweise im Sommer Gas kaufen, um es in der Heizperiode im Winter zu verkaufen, ist der Einkauf zum Auffüllen der Reserven wegen der hohen Preise derzeit wenig attraktiv./jkr/jsl/he

(AWP)