Analysten hatten hingegen im Schnitt mit einem leichten Rückgang auf 51,7 Punkte gerechnet. Der Stimmungsindikator steigt damit weiter über die Expansionsschwelle von 50 Punkten, was ein Wachstum der wirtschaftlichen Aktivität signalisiert.
Der konjunkturelle Aufwärtstrend habe sich trotz des Anstiegs der Energiepreise als widerstandsfähig erwiesen, sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt bei S&P Global Market. Die Daten deuten auf eine anhaltende Dynamik zu Beginn des vierten Quartals hin.
Gestützt wurde der Indikator durch eine überraschend gute Stimmung der Einkaufsmanager im Bereich Dienstleistungen. Der entsprechende Unterindikator stieg kräftig auf 53,0 Punkte, von zuvor 51,6 Punkten. Analysten hatten hingegen einen leichten Stimmungsdämpfer erwartet. In den Industriebetrieben hat sich die Stimmung stabil gehalten, was am Markt in etwa erwartet worden war.
In Deutschland und Frankreich hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor jeweils deutlich verbessert. In den Industriebetrieben hingegen gab es leichte Stimmungsdämpfer. Alle Stimmungsindikatoren für die beiden grössten Volkswirtschaften der Eurozone liegen aber mittlerweile über der Wachstumsschwelle.
In Deutschland liegen «beide Indizes klar im Expansionsbereich und so bleibt die konjunkturelle Perspektive solide, auch wenn die geopolitischen Herausforderungen gross sind und die hohen Energiepreise belasten», sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen.
«Die europäische Wirtschaft schwingt sich zu höheren Wachstumsraten auf», kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die Daten. Dabei entwickele sich vor allem die deutsche Wirtschaft zu einer zentralen konjunkturellen Kraft innerhalb der Eurozone.
Die Entwicklung im Überblick:
Region/Index September Prognose Vormonat EURORAUM Gesamt 53,1 51,7 52,0 Industrie 52,7 52,6 52,7 Dienste 53,0 51,4 51,6 DEUTSCHLAND Industrie 53,8 54,0 54,3 Dienste 52,9 49,9 49,7 FRANKREICH Industrie 50,3 51,0 51,1 Dienste 51,4 48,3 48,0
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(AWP)
