Zuvor hatten die Anwälte des angeklagten Tatverdächtigen Tyler Robinson Medienberichten zufolge einen Starttermin in der zweiten Hälfte des Jahres 2029 vorgeschlagen. Die Vorbereitung auf den Fall würde entsprechend viel Zeit in Anspruch nehmen, berichteten die US-Sender CNN und Fox News unter Berufung auf die Verteidiger. Sollte das Hauptverfahren zu dem Fall tatsächlich erst dann beginnen, würde er rund vier Jahre nach der Tat aufgerollt werden.

Kirks Ehefrau Erika wurde mit den Worten zitiert, dass der Zeitplan der Verteidigung «absurd» und «völlig unangemessen» sei. Sie warf der Gegenseite Verzögerungstaktik vor. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft einen Beginn des Prozesses Anfang 2028 angestrebt, der dann voraussichtlich 17 Wochen lang dauern sollte.

Robinson droht Todesstrafe

Gegen Robinson wurde in einem Vorverfahren bereits ein hinreichender Tatverdacht festgestellt, sodass das Hauptverfahren überhaupt erst gegen den 23-Jährigen eröffnet werden kann. Robinson ist unter anderem wegen Mordes angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe.

Kirk war am 10. September 2025 erschossen worden, als er auf einem Uni-Campus im Bundesstaat Utah im Freien gesprochen hatte. Mit seiner Organisation Turning Point USA besuchte er Hochschulen und forderte Studierende - vor allem solche mit anderer politischer Haltung - zur Debatte heraus. Kritiker warfen ihm rassistische, homophobe, transfeindliche und sexistische Ansichten vor. Kirk unterstützte Trump in dessen Wahlkampf und war ein einflussreicher Vertreter von dessen Bewegung «Make America Great Again» (MAGA)./ngu/DP/mis

(AWP)