Bundespräsident und Wirtschaftsminister Guy Parmelin und der chinesische Handelsminister Wang Wentao schlossen die Verhandlungen über die Optimierung des bestehenden Freihandelsabkommens am Donnerstag in Bern ab. Das teilte das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit.
Die Schweiz habe ihre Ziele erreicht, schrieb das WBF: Mit dem bestehenden Freihandelsabkommen sind nur gut die Hälfte der Schweizer Exporte zollfrei. Künftig - nach Abbaufristen - kommen 99,8 Prozent der aktuellen Ausfuhren zollfrei auf den chinesischen Markt. Chinesische Importe in die Schweiz sind dagegen schon heute fast alle zollfrei.
Zudem sichere das verbesserte Freihandelsabkommen für Schweizer Investoren den Zugang zum chinesischen Markt. Und die Bestimmungen zu Umweltfragen und Arbeitsrechten würden gestärkt, schreibt das WBF.
Zur Optimierung des Freihandelsabkommens gehören auch Ursprungsregeln und Handelserleichterungen, der Dienstleistungshandel, der Digitale Handel, der Wettbewerb sowie die wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit der beiden Seiten. Unterzeichnet werden soll das Abkommen noch im laufenden Jahr.
Die Schweiz und China haben seit 2014 ein Freihandelsabkommen. 2024 begannen die Verhandlungen über dessen Weiterentwicklung; sie konnten nach fünf Runden abgeschlossen werden. China ist der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz, nach der EU und den USA.
(AWP)
