Konkret gaben 62 Prozent der insgesamt 1000 befragten Personen an, dass sie in den Ferien mehr ausgeben als im Alltag. Und 44 Prozent überschreiten dabei auf Reisen das eigene Ferienbudget.

Regionale Unterschiede beim Budget

Dabei werde vor den Ferien durchaus finanziell «bewusst» vorgegangen. Gemäss der Befragung sparen viele im Voraus, setzen sich ein Budget und vergleichen Preise. Durchschnittlich nahmen die Umfrageteilnehmer für die abgefragten Sommerferien 13 Tage frei und gaben im Schnitt knapp 2400 Franken aus.

Dabei zeigen sich regionale Unterschiede. In der Westschweiz weilte man mit gut 15 Tagen durchschnittlich rund zwei Tage länger in den Sommerferien als in der Deutschschweiz und gab dabei mit knapp 2700 Franken etwas mehr aus als in der Deutschschweiz mit knapp 2300 Franken.

Mehrausgaben beim Essen

Und auch je nach Alter zeigen sich Differenzen. Touristen über 50 halten ihr Budget häufiger ein als jüngere Reisende. Bei den 18- bis 29-Jährigen überziehen ganze 50 Prozent ihr Budget und bei den 40- bis 49-Jährigen sind es sogar 52 Prozent. Ab 50 Jahren fällt diese Quote dann auf nur noch 36 Prozent.

Bei höheren Ausgaben als geplant, schlage vor allem der Konsum vor Ort höher zu Buche als erwartet. An erster Stelle stehe dabei das Essen.

Bei der Verpflegung nennen 61 Prozent der Personen mit Budgetüberschreitungen oder ungeplanten Ausgaben das Essen und Trinken als Kostenfaktor. Dahinter folgen Shopping und Souvenirs mit 48 Prozent sowie Ausflüge, Eintrittsgelder und Events mit 47 Prozent.

Keine Reue

Die unvorhergesehenen Ferienausgaben würden indes im Allgemeinen im Nachhinein selten bereut. So freuten sich 46 Prozent der Befragten bei Budgetüberschreitung im Nachgang darüber, dass sie sich etwas zusätzlich gegönnt haben.

Und mit 55 Prozent hat eine klare Mehrheit trotz der Mehrausgaben das Gefühl, die Finanzen im Griff zu haben. Nur 9 Prozent bereuen die höheren Ausgaben.

Für die Studie hat den Angaben nach das Schweizer Markt- und Meinungsforschungsinstitut Corespective im Auftrag der Bank Cler vom 17. bis 24. August 2026 insgesamt 1000 Personen online befragt.

sta/rw

(AWP)