Das habe auch die Refinanzierungskosten der Banken nach oben getrieben, schreibt das Vergleichsportal Comparis.
«Das höhere Zinsniveau im Ausland wirkt zunehmend auch auf den Schweizer Kapitalmarkt. Deshalb werden Festhypotheken teurer», lässt sich Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert am Dienstag zitieren. So sind die Richtsätze für 10-jährige Festhypotheken von 1,77 auf 2,07 Prozent geklettert.
Sie lagen damit erstmals in diesem Jahr wieder über die 2-Prozent-Marke. Der Satz für 5-jährige Laufzeiten stieg auf 1,90 von 1,52 Prozent und der für 3-jährige auf 1,75 von 1,32 Prozent, wie das Comparis-Hypothekenbarometer für das dritte Quartal zeigt.
Erstrangige Saron-Hypotheken wurden weiterhin im Durchschnitt zu 0,8 bis 1,2 Prozent angeboten. Comparis berechnet den Richtsatz zu den Festhypotheken anhand der von 30 Kreditinstituten öffentlich publizierten Referenzzinsen.
Die Refinanzierungskosten der Banken, die sogenannten Swap-Sätze, stiegen im dritten Quartal über alle Laufzeiten deutlich. Der 10-jährige Swap-Satz kletterte laut Comparis bis Ende September auf 0,83 Prozent nach 0,53 Prozent Ende Juni. Der 5-jährige stieg auf 0,65 von 0,26 Prozent und der 3-jährige auf 0,54 von 0,15 Prozent. Da Banken auf diese Sätze ihre Marge aufschlagen, verteuerten sich auch die Festhypotheken.
Comparis weist in der Mitteilung auf ein hohes Sparpotenzial für die Hypothekarnehmer hin. Die tatsächlich ausgehandelten Zinssätze lägen teils deutlich unter den veröffentlichten Richtzinsen. Ein Marktvergleich und Verhandlungen mit den Kreditinstituten könnten sich deshalb lohnen, heisst es.
(AWP)

