Die Initiative unterstreiche die Verantwortung Europas für seine eigene Verteidigung und helfe, eine Eskalation zu verhindern, schrieb der finnische Präsident Alexander Stubb auf X. Sie ersetze nicht die nukleare Abschreckung der Nato. Zudem erklärte Stubb, dass Finnland nicht beabsichtige, in Friedenszeiten Atomwaffen auf seinem Territorium zu stationieren.

Entscheidung über Atomwaffen-Einsatz bleibt bei Frankreich

Das Angebot zur Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im März angekündigt. Konkret stellte Macron in Aussicht, dass Partner an den französischen Atomübungen teilnehmen könnten. Ausserdem könnten vorübergehend strategische Elemente zu den Verbündeten verlegt werden. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen und stärken. Die Entscheidung über den Einsatz von Atomwaffen werde aber in jedem Fall beim französischen Präsidenten bleiben, betonte Macron.

Neben Deutschland schlossen sich Grossbritannien, Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden und Dänemark an, später stiess Norwegen dazu. Neben Grossbritannien ist Frankreich das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt./vni/DP/stw

(AWP)