Der Kapitän und der Copilot seien nach der Landung der Maschine in Tabuk am Mittwoch zunächst zur Untersuchung und Behandlung in ein örtliches Krankenhaus gebracht worden, berichtete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Innenministerium. Am Donnerstag hätten beide Piloten nach der medizinischen Freigabe und in Begleitung eines Sicherheitsteams der Emirate Saudi-Arabien in Richtung Abu Dhabi verlassen.

Der Flug der emiratischen Gesellschaft Flydubai war am Mittwoch auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als es zu der Auseinandersetzung im Cockpit kam. Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu stach der Copilot auf seinen Kollegen ein. Die Maschine geriet Berichten zufolge in einen Sturzflug. Nachdem der mutmassliche Angreifer überwältigt war, konnte das Flugzeug in Saudi-Arabien notlanden - eine zweite Besatzung, die in der Kabine mitreiste, übernahm das Steuer.

In dem SPA-Bericht hiess es weiter, erste Untersuchungen der zuständigen saudischen Behörden unter Beteiligung eines Sicherheitsteams aus den VAE hätten ergeben, dass der Copilot den Kapitän angegriffen habe, wobei beide Männer Verletzungen erlitten.

Die Hintergründe sind weiter unklar. Die israelische Regierung geht bereits von einem dschihadistischen Terroranschlag aus. Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben Ermittlungen eingeleitet. Sie sehen sich zuständig, da die Maschine in dem Golfstaat registriert sei und die emiratische Flagge führt./vee/DP/nas

(AWP)