«Ich werde der Kandidat für soziale und steuerliche Gerechtigkeit, für die ökologische Revolution und für die Demokratie sein», sagte Glucksmann nach seiner Wahl. Er wolle der Kandidat sein, der mit der Politik von Präsident Emmanuel Macron breche. «Der Kandidat, der unseren ewigen Feind, die extreme Rechte, besiegen kann», meinte Glucksmann.

Glucksmann sucht Unterstützung von Grünen und Kommunisten

Der Abstimmung bei den Sozialisten war ein Streit im linken Lager vorausgegangen, inwiefern die Parteien aus dem linken Spektrum sich alle hinter einen gemeinsamen Kandidaten oder eine Kandidatin scharren, oder mit separaten Bewerbern antreten. Glucksmann kann sich einen Schulterschluss mit Frankreichs Grünen und Kommunisten vorstellen, nicht aber mit der Linkspartei La France Insoumise (LFI). Deren Anführer Jean-Luc Mélenchon hatte bereits angekündigt, bei der Präsidentschaftswahl zu kandidieren.

Umfragen sehen Glucksmann in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl im Moment bei rund elf Prozent der Stimmen. An der Spitze liegt seit langem die rechtsnationale Kandidatin Marine Le Pen mit zuletzt rund 34 Prozent. Auf dem zweiten Platz sahen einige Umfragen den LFI-Bewerber Mélenchon, zuletzt wurde er in einigen Befragungen vom Mitte-Rechts-Kandidaten Édouard Philippe überholt. Da noch nicht klar ist, inwiefern das Mitte-Lager des scheidenden Präsidenten Macron und die Konservativen sich auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen, sind die Umfragen noch nicht unbedingt aussagekräftig./evs/DP/men

(AWP)