Im Jahr 2027 soll das Defizit zunächst auf 3,7 Prozent der Wirtschaftsleistung sinken. Die aktuelle Regierung strebt ein Defizit von 5 Prozent an. Bis zum Jahr 2032 soll das Defizit dann auf 2,2 Prozent sinken. Die Staatsausgaben sollen bis dahin um mehr als 140 Milliarden Euro gesenkt werden.

Ein grosser Teil der von der vom «Rassemblement National» angestrebten Einsparungen soll durch Ausgabenkürzungen, eine Reduzierung der Zahlungen an die Europäische Union sowie Kürzungen bei den Ausgaben im Zusammenhang mit der Einwanderung erzielt werden. Le Pen versucht so, Anleger zu beruhigen, da Sorgen die wachsende Verschuldung und die politische Unsicherheit die Renditen von französischen Anleihen zuletzt deutlich nach oben getrieben hatte. Le Pen forderte auch die Europäische Zentralbank auf einzugreifen, um die französischen Finanzierungskosten zu senken.

Am vergangenen Freitag war die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen bis auf fast 5 Prozent gestiegen. Am Dienstag fiel sie auf 4,75 Prozent zurück. Die Sorgen um Frankreich hatte zuletzt auch die Renditen in anderen Ländern der Eurozone deutlich nach oben getrieben. Auch hier entspannte sich die Lage am Dienstag. Zugelegt hat auch der Eurokurs. Auch der französische Aktienmarkt legte zu./jsl/mis/nas

(AWP)