Die Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemens eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien ist seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland geraten. Die Bedeutung der Meerenge Bab al-Mandab ist durch die Krise an der Strasse von Hormus noch gestiegen. Die Sorge vor einem weiteren Engpass für den internationalen Seehandel ist gross.
G7-Runde: Iran muss Unterstützung der Huthi beenden
Die G7-Staaten riefen die Huthi auf, sämtliche Angriffe, anderweitigen Militäraktionen und Drohungen gegen die zivile Schifffahrt «sofort einzustellen». Der Iran wurde zudem aufgefordert, der Miliz keine Waffen mehr zu liefern und sie auch sonst nicht zu unterstützen. Zugleich sprach die G7-Runde der international anerkannten Regierung des Jemens und Saudi-Arabien die «volle Solidarität» aus. Zuvor hatte bereits der UN-Sicherheitsrat die Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien verurteilt.
Die Huthi-Miliz hatte den Nordjemen samt der Hauptstadt Sanaa 2014 überrannt und kontrolliert dort inzwischen grosse Gebiete. Saudi-Arabien bekämpft die Miliz seit mehr als zehn Jahren an der Seite der international anerkannten Regierung und führt dazu ein Militärbündnis im Jemen an.
(AWP)
