Die Aktien des Dermatologieunternehmens legen um 9.30 Uhr um 5 Prozent auf 182,90 Franken zu, während der Leitindex SMI um 0,2 im Minus liegt. Damit ist Galderma das SMI-Unternehmen mit dem grössten Plus.

Am besten hat laut Analysten der Geschäftszweig Therapeutic Dermatology abgeschnitten, was nicht zuletzt dem starken Absatz mit Nemluvio zu verdanken sei. Mit 302 Millionen US-Dollar steuerte das Hautmittel im dritten Quartal mehr als erhofft zum Gruppenumsatz bei. Durchschnittlich waren Analysten von einem Umsatzbeitrag in Höhe von 283 Millionen Dollar ausgegangen.

Die Sorgen, dass Nemluvio ein Wachstumsproblem bekommen könnte, seien unbegründet gewesen, heisst es bei Vontobel. Nemluvio sei auf Kurs, sich dieses Jahr zu einem Blockbuster mit über einer Milliarde Dollar Umsatz zu entwickeln.

Das gute Abschneiden im dritten Quartal erlaubt es Galderma, die diesjährigen Vorgaben für das Umsatzwachstum erneut zu erhöhen. Die Anhebung an sich kommt zwar für Experten nicht überraschend - wohl aber die Grössenordnung der Anpassung, wie es in einem Kommentar der RBC heisst. Die meisten Analysten gehen dabei davon aus, dass dies eine Erhöhung der Konsensschätzungen um 1 bis 2 Prozent nach sich zieht.

Nun richten sich die Blicke auf die Wiedereinreichung des Zulassungsantrage in den USA für das Mittel Relfydess. Galderma bestätigte, dass dies im ersten Quartal 2027 geschehen soll. Laut ZKB könnte dieser Zeitplan die hohen Konsenserwartungen für das nächste Jahr trüben, da die Lancierung von Relfydess in den USA die Ergebnisse 2027 nur teilweise positiv beeinflussen könnte. Und laut Jefferies muss sich das Management an der Telefonkonferenz am Nachmittag auf Fragen dazu einstellen, wie die Chancen dieses Mal für einen positiven Bescheid stehen.

tt/jb

(AWP)