Die erforderlichen Beschlüsse des Amtsgerichts und des Gläubigerausschusses lägen vor. Die Vereinbarung sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Stabilisierung des operativen Geschäfts. Die Finanzmittel stünden dem Unternehmen nun zur Verfügung, wodurch Galeria wieder «deutlich mehr Spielraum» habe. «Damit ist der kontinuierliche Warenzufluss gesichert», hiess es in der Firmenmitteilung. Die Prüfung und Freigabe von Zahlungen im Rahmen der üblichen Prozesse sei wieder möglich. Kunden können den Angaben zufolge Gutscheine ab sofort wieder einlösen und neu kaufen.
Galeria hat unlängst erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen läuft vorerst weiter. Ob und welche Standorte schliessen müssen, ist offen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Kebekus will das Filialnetz unter die Lupe nehmen und dabei jedes Warenhaus einzeln auf seine wirtschaftliche Tragfähigkeit abklopfen.
Die bisherigen Eigentümer, die US-Investmentgesellschaft NRDC und eine Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz, hatten Galeria im Sommer 2024 übernommen. Handelsexperten und Verdi kritisierten jüngst wiederholt, sie hätten zu wenig Geld investiert./wdw/DP/mis
(AWP)
