Damit wurde der bisherige Höchstwert von 1.568 Ausstellern, der im vergangenen Jahr vermeldet worden war, deutlich übersprungen. Noch vor wenigen Wochen hatten die Veranstalter von mehr als 1.600 Ausstellern gesprochen, danach zogen die Buchungen aber an.

Gaming ist ein Milliardengeschäft, das im Digitalzeitalter an Bedeutung gewinnt: Die visuellen Möglichkeiten werden besser, und immer mehr Menschen greifen zum Smartphone und zur Konsole oder setzen sich an den Desktop-PC, um zu zocken.

Hunderttausende Fans werden erwartet

Das Leitthema der Gamescom lautet dieses Jahr «Games machen Lust auf Zukunft». Erwartet werden mindestens 350.000 Besucherinnen und Besucher, einige von ihnen als Cosplayer bunt kostümiert. Zwei Drittel der Aussteller kommen aus dem Ausland, Firmen aus Asien sind stark vertreten.

Am Mittwoch war die Messe nur für Fachbesucher und Fans mit Sonderticket geöffnet, die Hallen füllten sich rasch. Wenn ab Donnerstag die breite Öffentlichkeit Zugang hat, dürften es weit voller werden.

Dass Gaming längst nicht mehr als Zeitverschwendung gewertet wird, verdeutlicht auch das gestiegene Interesse aus der Politik an der Branche. Am Mittwoch wurden Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen, bei der Gamescom erwartet. Für Donnerstag hatte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angesagt.

Als wichtig gelten Games auch bei der Demokratievermittlung, dies vor allem mit «Serious Games» - das sind Spiele, die einen pädagogischen Mehrwert haben, etwa indem sie Rechtsextremismus kritisch thematisieren und den Spieler zum Nachdenken bringen. Solche Serious Games sind ein zentrales Thema der diesjährigen Gamescom./wdw/DP/nas

(AWP)