Laut einer Glencore-Mitteilung hätten die Unternehmen fälschlicherweise behauptet, die E-Mails stammten von Glencore-Mitarbeitern, teilte der in der Schweiz ansässige Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mit. Glencore überprüfe nun seine historischen Geschäftsaktivitäten mit der insolvenzbedrohten Eisenerz-Handelsfirma. Sämtliche Verpflichtungen gegenüber den Firmen seien beendet worden.

Radiant World und Sapphire Minmetals haben laut Glencore Forderungen in erheblicher Höhe gegen den Rohstoffkonzern geltend gemacht. Glencore bezeichnet diese Forderungen als unbegründet und will sie entschieden anfechten. Glencore werde deshalb geeignete Schritte einleiten.

Gleichzeitig habe man selbst Verluste erlitten und sei durch die Geschäfte mit den Unternehmen Risiken ausgesetzt gewesen. Das finanzielle Exposure sei aber «nicht wesentlich» und liege unter der Schwelle von 500 Millionen US-Dollar, die der Konzern bei seinen Halbjahreszahlen genannt hatte.

Unter Berücksichtigung bereits gebildeter Rückstellungen liege die Exposure deutlich unter diesem Betrag. Glencore hatte bei der Präsentation der Halbjahreszahlen erstmals über die Exposure gegenüber Radiant informiert.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete derweil am Dienstagabend, dass Radiant World gemeinsam mit Sapphire Minmetals an einem Gericht in Singapur eine Klage über 2 Milliarden Dollar gegen Glencore eingereicht habe. Das habe Sapphire Minmetals-CEO Ratesh Sethi gegenüber Bloomberg erklärt. Weitere Einzelheiten habe er aber nicht genannt.

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(AWP)