Die langfristige Guidance für den bereinigten Marketing-EBIT liegt neu bei 2,8 bis 4,2 Milliarden US-Dollar, nach bislang 2,3 bis 3,5 Milliarden. Die neue Spanne basiert auf einer angepassten Berechnungsmethode, welche die Entwicklung der Rohstoffbestände und die Finanzierungskosten berücksichtigt, wie Glencore am Freitag mitteilte.

Auch für das laufende Jahr erwartet Glencore einen höheren Marketing-EBIT als bisher. Nach eigenen Angaben widerspiegelte das Ergebnis im ersten Halbjahr eine nahezu rekordhohe Entwicklung im Marketinggeschäft. Damit rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten Marketing-EBIT von über 5 Milliarden US-Dollar - nach zuvor «rund» 4,9 Milliarden.

Neue Methodik für langfristige Guidance

Die neue Methodik zur Ermittlung der langfristigen Marketing-EBIT-Guidance berücksichtigt den Angaben zufolge über eine Matrix das Zusammenspiel zwischen Finanzierungskosten und den sogenannten Readily Marketable Inventories (RMI), also den kurzfristig veräusserbaren Rohstoffbeständen.

Die RMI-Bestände seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, unter anderem aufgrund höherer Rohstoffpreise, der Inflation, zusätzlicher Geschäftsmöglichkeiten sowie des gewachsenen Geschäftsvolumens, heisst es. Die neue Methodik soll ab 2027 angewendet werden.

Zweitkotierung in Australien

Zudem plant Glencore eine Zweitkotierung an der australischen Börse ASX. Den ersten Handelstag erwartet Glencore am Mittwoch, 14. Oktober 2026. Dabei werden sogenannte CHESS Depositary Interests (CDIs) gehandelt, die jeweils eine Glencore-Aktie wirtschaftlich abbilden.

Bestehende Aktionäre können ihre Glencore-Aktien künftig in CDIs umwandeln lassen, sofern die entsprechenden regulatorischen und technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

jl/ls

(AWP)