Beim Tourismusgipfel des World Travel & Tourism Council (WTTC), der diese Woche in Malta stattfand, sei kein einziges Mal von «Sicherheit» die Rede gewesen, freute sich Shabib Al Maamari. «Das ist erfrischend», sagte der Leiter von Visit Oman. «Die Betreiber wissen, dass die Situation vorübergehend ist.»

Im vergangenen Jahr habe Oman zwar mit vier Millionen Besuchern einen Rekord verzeichnet, doch 2026 dürfte die Zahl «massiv» zurückgehen, sagte Al Maamari. Im Januar und Februar dieses Jahres habe das Wachstum noch im zweistelligen Bereich gelegen. «In der Region, nicht nur im Oman, lief es wirklich sehr gut. Und dann begann der Krieg», sagte er.

Besucherzahlen fast halbiert

Der Konflikt liess die Ankunftszahlen in den Monaten nach seinem Ausbruch Ende Februar einbrechen. Die Vereinigten Arabischen Emirate empfingen von Januar bis August rund sieben Millionen Besucher, die mindestens eine Nacht blieben - fast halb so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Trotzdem halten die Akteure der Tourismusbranche an ihren massiven Investitionen fest, mit denen die Wirtschaft der Region diversifiziert werden soll. Ein Zeichen für die schrittweise Normalisierung ist die Wiederaufnahme des Flugverkehrs an den Drehkreuzen der Region. Ausgenommen ist Riad, die saudische Hauptstadt, die kürzlich von Huthi-Raketen beschossen wurde und die mehrere Fluggesellschaften meiden.

Flughafen Dubai mit steigender Auslastung

«In diesem Monat sind wir wieder bei rund 83 Prozent unserer Gesamtkapazität», sagte Paul Griffiths, Chef des Flughafens von Dubai, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Malta. Die meisten Fluggesellschaften, die gefehlt hätten, würden ihren Betrieb noch vor Ende des Monats wieder aufnehmen, darunter Swiss, Lufthansa, British Airways und Air France.

«Bis zum Ende des vierten Quartals werden wir wieder bei rund 71 bis 72 Millionen Passagieren liegen», gegenüber 95 Millionen im Vorjahr, sagte er. Im August verzeichnete Dubai zudem die höchste Zahl an Besuchern seit Februar: Die Hotelauslastung lag bei 66 Prozent. Im August 2025 waren es 89 Prozent gewesen, im März 2026, zu Beginn des Konflikts, dagegen nur 36 Prozent.

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(AWP)