Konkret ist der Kapitalbezug in der Deutschschweiz die mit Abstand beliebteste Option, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichte Vertiefungsanalyse der Daten der Schweizer Pensionskassenstudie 2026 von Swisscanto hervor. Mit 45 Prozent beziehen annähernd die Hälfte der Neurentnerinnen und Neurentner das Kapital vollständig. In der Westschweiz seien es indes lediglich 29 Prozent.

Fast umgekehrt sei es dementsprechend beim Rentenbezug: In der Westschweiz bleibe die Rente 40 Prozent die klassische Wahl. In der Deutschschweiz liege dieser Anteil mit 33 Prozent deutlich tiefer.

Und auch der Mix aus Rente und Kapital sei in der Westschweiz wesentlich beliebter. 31 Prozent entscheiden sich für die Mischform, während in der Deutschschweiz nur 22 Prozent diese Variante wählen.

Steuervorteile nutzen

Als Erklärung für die Unterschiede führen die Experten von Swisscanto unter anderem die Höhe der Umwandlungssätze an. Diese seien in der Westschweiz «signifikant höher».

Der deutlichste Unterschied zeige sich aber beim Thema Steuern: Während in der Deutschschweiz für 31 Prozent die Steuern ein Argument für den Kapitalbezug sind, ist das in der Westschweiz lediglich bei 8 Prozent der Fall.

So würden sich die Steuervorteile beim Kapitalbezug in den steuergünstigen Kantonen der Deutschschweiz besonders häufig auf die Entscheidung auswirken. Vor allem bei sehr hohen Altersguthaben sei dies der Fall.

Die Auswertung basiert den Angaben nach auf Daten von insgesamt 523 Schweizer Pensionskassen. Davon seien 428 in der Deutschschweiz und 95 in der französischen Schweiz ansässig.

sta/cg

(AWP)