Das Geschäft soll nach Zustimmung der Behörden Ende ⁠2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. ‌Das Mittel wird in Tablettenform ‌gegen bestimmte fortgeschrittene Krebserkrankungen wie ​Darm- und Leberkrebs eingesetzt und ist in mehr als 90 Ländern zugelassen.

Für Bayer war der Umsatz mit Stivarga zuletzt rückläufig. Im Jahr 2025 sanken die Erlöse ‌mit dem Medikament um 27 Prozent auf 338 Millionen Euro. Das lag vor allem an deutlichen Rückgängen in China, ​wo staatliche Grosseinkäufe für einen hohen Preisdruck sorgen. ​Der Patentschutz für das ​Mittel läuft voraussichtlich 2029 in der Europäischen Union und 2030 in ‌den USA aus.

Grünenthal rechnet damit, dass Stivarga 2027 bis zu 100 Millionen Euro zum operativen Gewinn (Ebitda) beisteuern wird. Die ​Übernahme ​passe strategisch hervorragend ⁠zum Unternehmen und werde sich unmittelbar positiv ​auf das Ergebnis ⁠auswirken, erklärte Konzernchef Gabriel Baertschi. Seit 2017 hat ‌der auf Schmerzmittel spezialisierte Konzern rund 2,6 Milliarden Euro in Zukäufe investiert, darunter die Rechte an ‌Medikamenten wie Nebido, Cialis in Teilen Lateinamerikas ​sowie Crestor in Europa.

(Reuters)