Ahold Delhaize hatte Mitte Oktober einen Cyberangriff bekanntgemacht und dabei einige Systeme vom Netz genommen. Dies habe vor allem Online-Funktionen in den Benelux-Ländern und den USA sowie Lieferkettenprozesse in den Benelux-Ländern betroffen, berichtete Konzernchef Frans Muller. Kunden konnten nach dem Angriff für einige Tage nicht online bestellen, zudem blieben Regale in einigen Läden leer.

In jüngster Zeit gab es vermehrt Hackerangriffe auf Kühlsysteme von Supermärkten in ganz Europa.

Wegen der Cyberattacke Mitte Oktober passte Muller seinen Ausblick für das laufende Jahr an. So soll sich die bereinigte operative Marge vier Prozent annähern. Bislang war Ahold Delhaize von rund vier Prozent ausgegangen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zu konstanten Wechselkursen im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Hier hatte das Management zuvor ein Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Zudem soll der Barmittelzufluss etwas geringer ausfallen als bisher angenommen.

Im dritten Quartal beschleunigte sich Geschäftswachstum des Konzerns derweil. So stieg der Erlös um 2,6 Prozent auf rund 23,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen weiter mitteilte. In den ersten neun Monaten reduzierte sich damit das Minus auf 0,5 Prozent.

Das bereinigte operative Ergebnis stieg im dritten Quartal um 1,3 Prozent auf 946 Millionen Euro, die bereinigte Marge sank hingegen leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Damit schnitt das Unternehmen etwas besser ab als von Analysten erwartet.

Das Unternehmen kündigte zudem einen Aktienrückkauf von einer Milliarde Euro mit Beginn Anfang 2027 an./nas/stw/mis

(AWP)