In der Nichtlebenversicherung der neu zusammengestellten Gruppe belief sich das Geschäftsvolumen in der ersten Jahreshälfte auf 7,13 Milliarden Franken, wie Helvetia Baloise am Donnerstag mitteilte. Auf vergleichbarer Basis errechnet sich ein leichter Anstieg um 0,4 Prozent.

Helvetia Baloise setze auf profitables Wachstum und zeichne in einigen Sparten nur zurückhaltend Geschäft, hiess es. Dabei lag die Combined Ratio, das Verhältnis von Schadenzahlungen und Kosten zu den verdienten Prämien, mit 92,0 Prozent unter der 100 Prozent-Marke. Das zeigt an, dass in der Sparte operativ profitabel gearbeitet wird. Sie schrieb denn auch einen bereinigten Gewinn von 399,4 Millionen Franken.

Rückgang in Lebensparte

Im Lebengeschäft gingen die Einnahmen auf 4,60 Milliarden Franken zurück. Um Währungseffekte bereinigt betrug das Minus 6,2 Prozent. Die Helvetia Baloise lege den Fokus auf kapitalschonende Produkte, und der Rückgang sei auch auf die sinkende Nachfrage nach Vollversicherungen in der beruflichen Vorsorge zurückzuführen, hiess es.

Demgegenüber entscheiden sich Firmenkunden in der zweiten Säule vermehrt für teilautonomen BVG-Lösungen, wo sie die Anlagerisiken tragen. In den teilautonomen Sparten, die einen geringeren Beitrag zum Geschäftsvolumen leisten, seien der Gruppe Gelder zugeflossen, so die Mitteilung. Der bereinigte Gewinn der Lebensparte wird derweil mit 273,5 Millionen Franken angegeben.

Weitere Säulen sind das Asset Management, die Schweizer Bank und das Gebührengeschäft in Spanien. Die Bank habe von hohen Kommissionserträgen und nach einem Stellenabbau von tieferen Kosten profitiert, hiess es. Einsparungen führten auch im Asset Management zu einem soliden Gewinnbeitrag. Das Nichtversicherungsgeschäft schrieb aber einen bereinigten Verlust von 41,3 Millionen. Grund dafür sei, dass dem Bereich Finanzierungs- und Verwaltungsaufwände zugeschrieben werden.

Hoher Abschreiber

Über die gesamte Gruppe hinweg weist die Helvetia Baloise ein Geschäftsvolumen von 11,7 Milliarden Franken (bereinigt: -2,3 Prozent) aus und der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn wurde mit 632 Millionen angegeben. Das IFRS-Periodenergebnis lag trotz des 672 Millionen-schweren Abschreibers auf immateriellen Vermögenswerten bei +85 Millionen. Begünstigt wurde dieses Ergebnis aber von einem positiven Steuereffekt in Höhe von 127 Millionen.

mk/rw

(AWP)