«Die aktuelle Situation verdeutlicht erneut, warum eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege für die nukleare Sicherheit und Sicherung unerlässlich sind», sagte Grossi. Ohne die Wiederherstellung der externen Stromversorgung oder zusätzliche Lieferung von Diesel in naher Zukunft könnte dem Kraftwerk innerhalb von etwa zehn Tagen ein vollständiger Stromausfall drohen.
IAEA will für Reparaturarbeiten örtlichen Waffenstillstand
Die IAEA arbeite daran, eine Zone für einen örtlich begrenzten Waffenstillstand zu etablieren, um Reparaturen an einer wichtigen Stromleitung zu ermöglichen, hiess es. Bei Erfolg würden diese Reparaturen die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks wieder herstellen. Vor dem Konflikt verfügte das ZNPP über zehn externe Stromleitungen.
Das Kernkraftwerk Saporischschja ist mit sechs Reaktoren das grösste Atomkraftwerk Europas. Bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs geriet es unter russische Kontrolle und wurde seitdem mehrfach beschossen. Die Reaktoren sind abgeschaltet, müssen aber weiterhin gekühlt werden.
(AWP)
