«Denn die Investitionen von heute sind die Wettbewerbsfähigkeit von morgen», sagte Bach der Zeitung: Hierzulande würden gerade einmal rund 0,02 Prozent der Schweizer Pensionskassenvermögen in Wagniskapital fliessen. In den USA sei der Anteil um ein Vielfaches höher. Dabei würde die hiesige Regulierung deutlich mehr zulassen.

Junge Schweizer Unternehmen müssten sich im Ausland finanzieren, gerade auch in den USA. «Teilweise fliesst Schweizer Kapital dorthin, weil die entsprechenden Anlagemöglichkeiten hier fehlen. Das ist für die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand der Schweiz nicht gut», sagte der IMD-Präsident.

«Es geht nicht darum, dass die Pensionskassen plötzlich ihre Gelder verzocken sollen. Das wäre völlig falsch verstanden. Es geht um ein kleines bisschen mehr», sagte Bach. Es müsse nicht einmal so viel sein wie in den USA. Aber genug, damit Gründer hier Unternehmen aufbauen und wachsen lassen könnten, Arbeitsplätze schaffen und Wohlstand sichern.

Abstieg droht

Es bestehe die Gefahr, dass die Schweiz an Wettbewerbsfähigkeit verliere: «Wir reagieren zu langsam auf die Veränderungen in der Welt. Das gilt für die Politik, aber auch für die Unternehmen. Es gibt viel Zaghaftigkeit, während andere Länder mutiger vorangehen - gerade in Asien und im Mittleren Osten», sagte Bach.

Wenn der Optimismus fehle, gingen die Investitionen zurück. «Wir investieren weniger in uns selbst, gehen weniger Risiken ein und versuchen, das Bestehende zu bewahren. Das sehen wir in Teilen Europas.»

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(AWP)