Durch das vergleichsweise breite Portfolio konnte Inficon die Schwäche in der Halbleiterindustrie gut abfedern. Geholfen hätten dabei auch Verbesserungen in der Lieferkette und Boom-Märkten wie Solar- und Batterien.
Vorbereitungen für Halbleiteraufschwung laufen
Aktuell laufen bei Inficon die Vorbereitungen für den im kommenden Jahr erwarteten Aufschwung im Halbleitermarkt. Daher würden aktuell die Fertigungslinien für eine wieder grössere Nachfrage vorbereitet. Insgesamt sieht Wyrsch sein Unternehmen gut für den anstehenden Aufschwung aufgestellt.
«Die Frage wird jedoch sein, wie sich die Erholung gestalten wird: Gibt es etwa einen schnellen Wiederanstieg oder eher eine langgezogene Wachstumskurve», sagte er weiter. Hier komme es für Wyrsch auf das richtige Timing an, denn je nach Land und Produktlinie könne der Aufschwung sehr unterschiedlich ausfallen.
Die nächsten Monate erforderten daher viel Fingerspitzengefühl, um bei den Investitionen nicht über- oder unterzutreiben. Insgesamt zeigte Wyrsch aber optimistisch, dass Inficon auch von anstehenden Aufschwung wird profitieren können.
Stimmung in China eingetrübt
Bei seinem Besuch in China vor einigen Monaten hatte Wyrsch die getrübte Stimmung durch den wirtschaftlichen Abschwung und den Handelskonflikt mit den USA klar bei den Kunden gespürt. Trotz der konjunkturellen und politischen Schwierigkeiten bleibt China jedoch ein wichtiger Markt für Inficon.
So würden Zukunftsindustrien wie Solar und Batterien in China stattfinden. «Wenn man wie wir da ganz vorne mit dabei sein will, dann kommt man nicht um das Land herum,» sagte Wyrsch weiter.
(Das vollständige Interview ist auf dem Premium-Dienst erschienen.)
cg/rw
(AWP)