Die Inflationsrate in Argentinien ist eine der höchsten der Welt. Um das Haushaltsdefizit zu finanzieren, druckte die Zentralbank bislang ständig frisches Geld. Die zweitgrösste Volkswirtschaft Südamerikas leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer grossen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht.
Der neue ultraliberale Präsident Javier Milei will Argentinien mit einem radikalen Sparprogramm nun wieder auf Kurs bringen. Die Regierung kündigte am Dienstag eine Reihe von Kürzungen an und wertete die Landeswährung Peso um 50 Prozent ab. Milei warnte allerdings, dass die Inflation trotz des Konsolidierungskurses zunächst hoch bleiben werde./dde/DP/men
(AWP)