Infomaniak soll über einen sogenannten Reverse Takeover des börsenkotierten Unternehmens Perrot Duval an die SIX kommen. Über die Transaktion stimmen die Perrot-Duval-Aktionäre am Donnerstag ab. Anders als bei einem klassischen Börsengang fliesst Infomaniak dabei kein frisches Kapital zu. Die Kotierung verschaffe dem Unternehmen aber mehr Glaubwürdigkeit und Transparenz und ermögliche bei Bedarf die Nutzung des Kapitalmarkts, sagte Oehler.
Zusätzliches Geld könnte unter anderem in neue Rechenzentren und Produkte fliessen. Das geplante Rechenzentrum D5 soll eine Kapazität von 2,5 Megawatt - doppelt so viel wie das letzte - haben und 2028 in Betrieb gehen. Finanziert werden soll es laut Oehler in erster Linie aus dem laufenden Geschäft. Daneben seien Fremdkapital oder eine Kapitalerhöhung möglich.
Für 2026 erwartet Infomaniak ein Umsatzwachstum von 15 bis 20 Prozent bei weiterhin hoher EBITDA-Marge. Bereits rund ein Drittel des Umsatzes erzielt das Unternehmen ausserhalb der Schweiz, wobei Frankreich der grösste Auslandsmarkt ist.
Als Wachstumstreiber sieht Oehler insbesondere den Wunsch vieler Kunden nach digitaler Unabhängigkeit von grossen US-Anbietern. Infomaniak betreibt seine eigene Software und seine Rechenzentren in der Schweiz.
to/cg
(AWP)
